Oyo – Der eBook Reader von Thalia

Meine Mutter hat sich den neuen eBook Reader “Oyo”, der durch die Buchhandlung Thalia vertrieben wird, gekauft. Da ich gerade in Berlin bei Ihnen bin, habe ich den Moment genutzt um die das Ding auch mal genauer anzuschauen.

Von der Verarbeitung und Handlichkeit macht er kleine 6 Zoll Reader einen guten Eindruck. Er liegt gut in der Hand und das Display hat eine sagenhafte Schärfe, was durch das “ePaper Display” erreicht wird.

Füttern kann man den Kleinen über USB und neue Bücher zum Lesen bekommt auch direkt über WLan von der onlineplattform bei Thalia oder auch bei Bol.de, natürlich gegen Bares. Was aber auf jeden Fall ein Plus ist, ist das man ihn nicht nur mit den kommerziellen Quellen fütten kann, sondern auch z.B. mit ganz gewöhnlichen PDFs und TXT Dateien.

Getestet hatte ich es mal spontan mit einem PDF was 6300 Seiteh hatte und selbst das hat der Kleine ohne Probleme gefuttert. Das Umblättern stellte sich doch als sehr langsam raus. Nach dem Druck auf die Blättern-Taste braucht der Oyo gut 3 Sekunden um die neue Seite anzuzeigen. Das lag allerdings nicht an dem großen Dokument, sondern das gleiche Verhalten zeigte er auch bei einem EBook das direkt im Thalia Onlineshop gekauft wurde. Wenn man einmal raus bekommen hat, wann genau am Seitenende man beim Lesen drücken muss, kann man das mit der Blätterverzögerung gut überbrücken.

Nervig ist es nur wenn man ein Buch “durchblättert” um etwas zu suchen. Ich denke dabei an Fachbücher oder ähnliches. Denn an sich würde sich der Knirps dafür ganz gut machen. Die dicken Wälzer im Taschenformat und dann noch ne ganze Bibliothek immer dabei … perfekt … wenn das Blättern nicht wäre.

Der Oyo verfügt auch über einen Touchscreen, der aber sehr träge reagiert und in meinen Augen umständlich zu bedienen ist. Dafür hat man aber die 4 Tasten am Rand des Geräts um Ihn gut zu mit den Standardfunktionen zu bedienen (Blättern, Home, On/Off).

Fazit: An dem Oyo kann man noch viel verbessern, aber für die knapp 140€ ist das ein guter Einstieg in einen eBook Reader wenn man sonst an alternativen wie Kindel oder auch das iPad denkt. Geduld muss man in der Bedienung des Geräts über den Touchscreen auf jeden Fall mitbringen. Dieser reagiert doch sehr träge. Zusammenfassend noch einmal die Pros und Kontras in meinen Augen

Pro

  • günstiger Preis
  • unterstützt viele Formate (TXT, ePub, PDF, HTML, JPEG, PNG, BMP)
  • sehr Kontrastreich
  • kaum Stromverbrauch durch ePaper
  • Speichererweiterung durch MicroSD Card

Kontra

  • Die Schrift wird auf grauem Hintergrund angezeig was das Lesen beim schlechten Licht erschwert
  • keine Beleuchtung
  • Träge bei der Bedienung

3 Kommentare zu „Oyo – Der eBook Reader von Thalia“

  1. Thomas sagt:

    Ich hatte mal ein eBook-Reader von SONY in der Hand. Die sind zugegebenermaßen echt gut. Allerdings kosten die von SONY natürlich auch das bis zu 3fache.

    Pinzipiell bin ich für diese Technik zu begeistern aber ich finde es ein wenig schade, dass sie doch teilweise noch recht lieblos eingesetzt wird. Sicher kann man für 140€ nicht viel verlangen aber wenigstens einen guten Kontrast kann man erwarten. Grau als Papierfarbe ist sicher keine gute Wahl. Andere Geräte haben da meist ein blasses Weiß, Eierschale oder so ähnlich.

    Eine fehlende Beleuchtung als Kontrapunkt aufzuführen ist übrigens Quatsch, da sowas bei dieser Technik nicht möglich ist. Man könnte es höchstens von oben beleuchten, z.B. mit einer Leselampe :)

    Auch optisch finde ich es nicht so hübsch. Sieht eher nach 99€ aus ;) Aber für den Einstieg sicher brauchbar.

    lg
    Thomas

  2. Thomas sagt:

    Hab noch etwas höhere Preise im Sinn gehabt. Der mit Touchscreen von SONY kostet auch _nur_ noch 229€.

  3. Holger sagt:

    An sich lese ich ja nicht wirklich viele Bücher, es sein denn es sind Sachbücher. Dafür würde ich ein eBook sehr gut finden. Stell dir mal vor du hast das PHP und MySQL Kompendium immer dabei in der Größe eines einzigen Donald Duck Buch. Das wäre der Hammer.

    Wenn die Dinge dann schneller und günstiger werden, sollte man vllt, noch mal drüber nachdenken.
    Aber für Romane oder Krimis finde ich das Teil an sich ganz OK

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